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Trapunto — erhabene Flächen aus einem Umriss

Eine erhabene Fläche, bei der das Vlies unter dem Stoff eingeschlossen wird. 3D-Puff baut die Höhe mit Schaum unter einer Satinsäule auf, Trapunto baut sie mit Volumenvlies innerhalb einer Form: Der Umriss wird zweimal gestickt, und dazwischen kommt das Vlies.

Der Ablauf an der Maschine: den Umriss ins Volumenvlies sticken, das Vlies entlang dieser Linie entfernen, den Oberstoff darüberlegen, denselben Umriss noch einmal sticken. Es bleibt ein weiches, gestepptes Relief mit sauberer Kante — die Anmutung eines von Hand gequilteten Monogramms, nicht die eines aufgeblasenen Buchstabens.

Warum ist es ein „Bereich” und keine Einstellung am Objekt?

Abschnitt betitelt „Warum ist es ein „Bereich” und keine Einstellung am Objekt?“

Weil beide Durchgänge dieselbe Linie sein müssen. Wären es zwei von Hand bearbeitete Objekte, brächte eine einzige Kurvenänderung sie außer Deckung, und das Vlies würde an der Kante hervorschauen. In einem Trapunto-Bereich stammen beide Durchgänge aus einer Geometrie und können deshalb nicht auseinanderlaufen.

Es ist dieselbe Idee wie beim Puff-Bereich: Maschinenstopps, Marken und Zusatzdurchgänge gehören zur Form als Ganzes und leben deshalb auf einer Ebenengruppe mit eigenem Inspektor.

Zeichne den Umriss mit dem Laufstich, wähle ihn aus und wähle Trapunto. Du findest es:

  • in der Auswahlleiste, wenn eine Gruppenzeile ausgewählt ist (die Schere), oder
  • im Menü Umwandeln — aus dem Objekt-Inspektor, dem Gruppen-Inspektor oder einer Mehrfachauswahl.

Mehrere Umrisse können in einen Bereich. Die neue Gruppe heißt Trapunto und ist danach ausgewählt.

Nur ein Laufstich kommt infrage. Eine Satinsäule oder eine Füllung kann nicht zu Trapunto werden — die Technik braucht eine Linie, die zweimal gestickt wird, keine gedeckte Fläche. Der Eintrag wird für sie deshalb gar nicht angeboten.

Mit den Voreinstellungen, in dieser Reihenfolge:

  1. Positionsmarke 1 und Positionsmarke 2 — zwei L-förmige Ecken, oben links und unten rechts der Form, auf das blanke Stickvlies gestickt.
  2. Maschinenstopp — Volumenvlies auflegen und festkleben.
  3. Formlauf — der Umriss, ins Volumenvlies gestickt, standardmäßig als kurzer Einfachlauf und einen Millimeter innerhalb deiner Linie, damit das Vlies unter der Naht nicht eingequetscht wird. Das ist die Linie, an der du das Vlies entfernst.
  4. Maschinenstopp — Vlies entfernen und den Oberstoff darüberlegen.
  5. Dein Umriss — derselbe Pfad ein zweites Mal, jetzt durch den Stoff, genau dort, wo du ihn gezeichnet hast.

Alles läuft in einer Fadenfarbe, und die Stopps sind reine Maschinenstopps, keine Farbwechsel.

Der Bereich heftet das Vlies nicht fest. Weiches Vlies reißt, wenn man einen Heftfaden herauszieht. Das Material wird stattdessen geklebt — das ist deine Aufgabe an der Maschine und der eine Schritt, den die Datei dir nicht abnehmen kann.

Sie sind ein Ziel, an das du das Vlies anlegst. Die Maschine stickt sie vor allem anderen auf das leere Stickvlies. So richtest du ein Stück Volumenvlies aus, ohne zu raten, wo die Form landen wird.

Zwei Einstellungen steuern sie, im Gruppen-Inspektor unter Positionsmarken:

  • Abstand zur Form — wie weit außerhalb der Form die Ecken sitzen. 0 bis 50 mm, voreingestellt 10 mm.
  • Schenkellänge — wie lang jeder Arm des L ist. 2 bis 30 mm, voreingestellt 8 mm.

Die Marken verlassen den Stickrahmen nie. Würde der gewünschte Abstand sie hinausdrücken, sitzen sie so weit außen, wie sie noch passen; die Bildunterschrift unter den Reglern sagt das dann auch.

Schaltest du Positionsmarken sticken aus, verschwinden sie, und mit ihnen der erste Maschinenstopp — denn diese Pause hängt an der letzten Marke. Du bekommst dann einen Stopp statt zwei und legst das Vlies vor dem Start auf.

Kann ich den Formlauf ändern, und wie weit innerhalb der Naht er stickt?

Abschnitt betitelt „Kann ich den Formlauf ändern, und wie weit innerhalb der Naht er stickt?“

Ja, beides, und beides sitzt in der Zeile des Formlaufs in der Ebenenliste.

  • Sein eigener Stich: Tippe die Zeile an und stelle dort Stichlänge und Läufe ein. Neue Bereiche beginnen mit einem 1,5-mm-Einfachlauf — eine Perforation, an der sich das Vlies sauber abreißen oder schneiden lässt. Ein Umriss mit Bean Stitch behält seinen Bean Stitch auf dem Stoff; der Formlauf kopiert ihn nicht mehr.
  • Abstand zur Naht nach innen, −10 bis +10 mm: wie weit innerhalb deiner Linie das Vlies geschnitten wird. Neue Bereiche beginnen bei 1 mm, damit das Vlies unter der Naht Platz hat. Die gezeichnete Linie ist die Naht auf dem Stoff und stickt genau dort, wo ihre Knoten liegen — forme sie wie jeden anderen Laufstich, spitze eine Ecke zu, runde eine ab — und der Formlauf wird aus ihr abgeleitet, die beiden laufen also nie auseinander. Eine gerundete Ecke am Formlauf stört nicht: Sie liegt unter dem Stoff, und in eine scharfe Spitze passt ohnehin kein Vlies.

Der Abstand braucht einen geschlossenen Umriss; bei einer offenen Linie ist der Regler gesperrt, weil es kein Innen gibt. Würde der Abstand eine dünne Form zusammenfallen oder teilen lassen, wird das Vlies auf der Nahtlinie geschnitten, und der Design-Check sagt es dir.

Ja — Für die Handarbeit anhalten im Gruppen-Inspektor. Aus bedeutet: Die Datei läuft durch, und du stoppst die Maschine selbst im richtigen Moment. Lass es an, solange du keinen Grund dagegen hast. Genau die Stopps sind es, die die Technik bis zur Handarbeit unbeaufsichtigt laufen lassen.

  • Einfacher Laufstich (im Umwandeln-Menü, mit ausgewählten Objektzeilen) gibt dir den blanken Umriss zurück, unverändert.
  • In Ebenen auflösen (Gruppen-Inspektor) macht aus jedem erzeugten Schritt eine gewöhnliche, bearbeitbare Ebene und entfernt das Rezept. Nimm das, wenn du einen der Durchgänge von Hand nachziehen willst. Danach sind es getrennte Objekte, und sie in Deckung zu halten ist deine Sache.

Mehr Umwandlungen bietet ein Trapunto-Bereich nicht an: Satin und Fläche verschwinden aus dem Menü, solange er existiert. Verbreiterst du den Umriss zu einem Band oder flutest ihn zu einer Fläche, hat die Form keine Linie mehr, an der das Vlies zurückgeschnitten wird. Der Bereich würde seine Marken, seine Stopps und den Formlauf aber weiterhin sticken.

Nein — er ist ein eigenes Stitch-Preset, bei Trapunto nützlich, aber unabhängig davon. Wähle Heften in der Laufstich-Bibliothek und zeichne. Du bekommst eine Linie mit langen Stichen, 8 mm, ein Durchgang, ohne Vernähen am Anfang und am Ende, damit sie sich sauber wieder herausziehen lässt. Damit hältst du eine Applikation oder ein Stück Stoff fest, während der Rest stickt.

Eine Heftlinie ist als solche gekennzeichnet: ein türkises Abzeichen in der Ebenenzeile, eine gestrichelte türkise Linie auf der Arbeitsfläche und ein Stichlängenbereich von 4 bis 12 mm statt des üblichen Laufstich-Bereichs. Sie stickt immer einen Durchgang — eine doppelte Linie ist Faden, den du nicht mehr herausziehst.

Der Design-Check achtet auf den einen Fehler, der das zunichtemacht: Stickt ein anderes Objekt über deine Heftung, bevor der nächste Maschinenstopp kommt, warnt er dich. Sobald Faden quer darüberliegt, bekommst du die Heftung nicht mehr heraus.

3D-PuffTrapunto
Gebaut ausSatinsäulenLaufstich-Umrissen
MaterialStickschaum, unter den StichenVolumenvlies, unter dem Stoff
Die Form stickteinmal, dicht, über den Schaumzweimal, aus einer Geometrie
Ergebnisein festes, gewölbtes Reliefein weiches, gestepptes Relief
HandarbeitSchaum danach abreißeneinlegen, entfernen, überdecken

Beide legen die Stickreihenfolge im ganzen Motiv fest, solange sie existieren, damit der Farb-Optimierer die Phasen nicht umsortieren kann.