Satinfläche — eine Form von Kante zu Kante mit drehendem Satin gefüllt
Was ist eine Satinfläche?
Abschnitt betitelt „Was ist eine Satinfläche?“Eine geschlossene Form, von Kante zu Kante mit Satin gefüllt: lange, glänzende Stiche, quer über die Form gelegt, einer neben dem anderen. Weil jeder Stich an seiner Stelle die volle Breite überspannt, folgt die Stichrichtung dem Verlauf der Form. In einer Kurve fächern die Stiche mit, an einer Verjüngung werden sie kürzer. Genau daher kommt der Glanz einer Pupille, eines Blatts oder eines Blütenblatts: Das Licht läuft über durchgehende Fäden, statt sich an den vielen kurzen Stichen zu brechen, aus denen eine Tatami-Füllung besteht.
Es ist das Gegenstück zu unserer Satinsäule: Dort zeichnest du die Mittellinie und stellst eine Breite ein; hier zeichnest du den Umriss, und die Form ist die Breite.
Wie erstelle ich eine?
Abschnitt betitelt „Wie erstelle ich eine?“Zwei Wege, ein Ergebnis:
- Den Stitch Satinfläche wählen und eine geschlossene Form zeichnen, genau wie eine Füllung. Er steht unter der Füllungs-Kachel, nicht unter Satin: Füllungs-Kachel antippen, noch einmal antippen, damit die Füllstiche aufgehen, und dort die Satinfläche wählen.
- Oder eine vorhandene Füllung auswählen und im Inspektor direkt unter dem Musterwähler Mit Satin füllen (drehend) drücken. Deine Reihen-Textur wird gemerkt; Zurück zu Tatami holt sie zurück.
Dahinter steckt ein einfacher Gedanke: Der Umriss wird an seinen zwei Enden aufgetrennt, und die beiden Hälften werden zu den Längsseiten der Fläche. Zwischen ihnen sticht die Nadel hin und her, genau wie bei einer Satinsäule zwischen deren beiden Rändern. Deshalb kennst du auch die Einstellungen wieder: Dichte und Unterlage verhalten sich hier wie bei einer Säule.
Woher kommen die Enden?
Abschnitt betitelt „Woher kommen die Enden?“Aus der Form. Die zwei spitzesten Stellen des Umrisses sind die Enden: die Hörner einer Sichel, die Spitzen eines Blatts. Hat eine Form nur eine Spitze, etwa ein Blütenblatt mit runder Oberkante, liegt das zweite Ende genau gegenüber. Bei solchen Formen musst du also nichts einstellen.
Ist die Form mehrdeutig, oder sollen die Stiche anders drehen, zieh die zwei Griffe auf der Arbeitsfläche — den grünen und den roten Ring, dieselben Griffe, die eine Säule für Ein- und Ausstieg nutzt. Deine Enden bleiben dann am Objekt gespeichert; Enden zurücksetzen gibt die Wahl an die Form zurück.
Welche Formen sind dafür falsch?
Abschnitt betitelt „Welche Formen sind dafür falsch?“Kompakte Formen. Ein Kreis oder ein Quadrat hat keine Enden, und seine Stiche liefen 20 mm von Kante zu Kante. Über der Maschinengrenze von 10 mm wird jeder Wurf in der Mitte geteilt, es stickt also — aber als Klumpen mit einer Nahtlinie, nicht als Band. Inspektor und Design-Check sagen es dir; nimm dort eine Tatami-Füllung.
Formen mit Löchern. Ein Stich, der quer über die Fläche läuft, müsste über das Loch hinweggehen und läge dann frei auf dem Stoff. Eine Satinfläche mit Loch stickt deshalb als Tatami-Füllung, und der Check sagt dir das. Schneide die Form so, dass jeder Teil ein einfaches Band ohne Loch ist, oder lass sie als Füllung.
Kann ich sie puffen?
Abschnitt betitelt „Kann ich sie puffen?“Ja. Eine Satinfläche geht wie eine Satinsäule in einen 3D-Puff-Abschnitt, und der Schaum liegt unter der ganzen Fläche. Ein Unterschied, und ein guter: Die Fläche hat keine offenen Enden — ihre zwei Spitzen schließen den Schaum von selbst, also braucht es keinen Endbalken, und keiner wird gestickt. Säulen im selben Abschnitt behalten ihre Kappen, Kuppen und Spitzen genau wie bisher.
Was ist mit Dichte, Unterlage und Kappen?
Abschnitt betitelt „Was ist mit Dichte, Unterlage und Kappen?“Dichte ist die Satindichte (0,4 mm ist die Vorgabe der Säulen). Unterlage ist die Satin-Leiter — leicht, standard, fest — gemessen an der mittleren Breite der Fläche wie bei einer Säule. Kappen gibt es hier nicht: Die Spitzen der Form sind die Kappen, an einem Punkt der Breite null gibt es nichts zu verlängern.