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Applikation — ein Stück Stoff unter einem Satin-Rand

Ein Stück Stoff, das von Stichen gehalten wird statt von Faden allein. Eine Füllung deckt eine Fläche mit Faden, die Applikation deckt sie mit Stoff und stickt nur die Kante. Das sind viel weniger Stiche, ein weicher Griff — und die Möglichkeit, ein Muster oder eine Struktur einzubringen, die Faden nicht hergibt.

StitchPencil baut sie als Bereich, dieselbe Idee wie bei 3D Puff und Trapunto: Die Maschinenstopps, die Hilfslinien und die Handarbeit gehören zur Form als Ganzes, also leben sie auf einer Ebenengruppe mit eigenem Inspektor.

Zeichne einen geschlossenen Satin-Ring — eine Satinsäule, deren Pfad dorthin zurückkommt, wo er begonnen hat. Wähle ihn aus und wähle Applikation. Du findest sie:

  • in der Auswahlleiste, für ein Objekt, eine Gruppenzeile oder eine Mehrfachauswahl, und
  • im Menü Umwandeln des Objekt- und des Gruppen-Inspektors.

Mehrere Ringe können in einen Bereich: Das ist ein Stück Stoff mit mehreren Öffnungen, nicht mehrere Flicken.

Nur ein geschlossener Satin-Ring kommt infrage. Der Ring ist der Deckrand, und seine Breite ist die Deckbreite. Ein Laufstich hat keine Kante zum Decken, und eine offene Säule ließe den Flicken an beiden Enden unfertig — deshalb wird der Eintrag dafür nicht angeboten.

Mit den Vorgaben, und in dieser Reihenfolge:

  1. Platzierungslinie — die Kontur des Rings als schlichter Laufstich auf dem blanken Stoff. Sie zeigt genau, wohin der Flicken kommt.
  2. Maschinenstopp — den Applikationsstoff über die markierte Fläche legen und fixieren (Sprühkleber, eine Nadel, ein Stück Klebeband — StitchPencil schreibt keine Methode vor).
  3. Fixierlinie — dieselbe Kontur noch einmal, durch den Stoff gestickt, damit er hält.
  4. Maschinenstopp — den überstehenden Stoff bis an die Fixierlinie zurückschneiden.
  5. Dein Satin-Ring — der Deckrand, zuletzt gestickt. Er begräbt beide Hilfslinien unter sich.

Schritt 1 und 3 folgen der Kontur des Rings, also landet der Deckrand konstruktionsbedingt darauf: Keine Hilfslinie bleibt je sichtbar auf blankem Stoff.

Der Inspektor des Bereichs hat drei Regler:

  • FixierlinieLaufstich (ein Doppellauf, 2 mm) oder Zickzack (ein offener Zickzack, immer schmaler als der Deckrand, damit er nicht hervorlugen kann). Laufstich ist die Vorgabe: unsichtbar unter dem Deckrand und schnell. Zickzack fasst einen ausfransenden Stoff besser.
  • Vorgeschnittenes Teil — für einen Flicken, den du vorab zuschneidest, von Hand oder auf einem Schneideplotter. Der Schnitt-Stopp entfällt, weil nichts mehr zurückzuschneiden ist.
  • Maschinenstopps — standardmäßig an. Ausgeschaltet bleiben die Linien, aber nicht die Pausen: für eine Maschine, die du selbst anhältst.

Bekomme ich die Stopps zurück, wenn ich sie lösche?

Abschnitt betitelt „Bekomme ich die Stopps zurück, wenn ich sie lösche?“

Ja. Die Pausen erscheinen als eigene Zeilen im Ebenen-Panel, und eine Zeile zu löschen ist dasselbe, wie ihre Option auszuschalten. Löschst du den Schnitt-Stopp, wird der Bereich zu einem vorgeschnittenen. Der Inspektor zeigt denselben Zustand, egal auf welchem Weg du dort hingekommen bist.

Jeder Stopp wird mit der Handarbeit benannt, um die er bittet, und mit dem Material, das er braucht: Applikationsstoff auflegen, vorgeschnittenes Teil platzieren, Stoff zurückschneiden. Das Arbeitsblatt druckt sie in der Reihenfolge, in der die Maschine sie erreicht. So kann die Person an der Maschine mitgehen, ohne das Motiv zu kennen.

Einfacher Satin-Ring, im selben Umwandeln-Menü. Der Bereich löst sich auf, Hilfslinien und Stopps gehen mit, und dein Ring bleibt genau so zurück, wie er war — gleicher Pfad, gleiche Breite.

Noch nicht. Den Stoff vorab zuzuschneiden und StitchPencil das mit Vorgeschnittenes Teil zu sagen, funktioniert heute. Die Kontur für einen Plotter oder eine Schneidemaschine zu exportieren, steht noch auf der Liste.